Der Feuerstättenbescheid des Schornsteinfegers

Vom Glücksbringer zum Buhmann? Unter den Feuerstättenbescheiden über je 12,02 Euro pro Haus, die die örtlichen Bezirksschornsteinfegermeister derzeit an ihre Kunden verschicken, leidet das positive Image der Schwarzkittel. Zu Unrecht.

"Wir sind dazu gezwungen", sagt Lutz Bense, Bezirksschornsteinfeger in Vechta. Er meint damit die gesetzliche Grundlage: Ab 1. Januar 2013 befinden sich die Kehr- und Messarbeiten im freien Wettbewerb. Das bedeutet, dass dann nicht mehr automatisch der Bezirksschornsteinfeger und seine Mitarbeiter diese übernehmen. Der Kunde kann die Kehr- und Messarbeiten auch an einen anderen zugelassenen Schornsteinfegerbetrieb übertragen. "Mit dem neuen Gesetz wird der Kunde aber auch aktiv in die Haftungspflicht genommen", erklärt Stephan Langer, Pressesprecher des niedersächsischen Landesinnungsverbands des Schornsteinfegerhandwerks. Der Feuerstättenbescheid gibt dem Hausbesitzer genaue Auskunft darüber, wann welche Schornsteinfegearbeiten auszuführen sind. "Vorher wäre es als Schornsteinfeger meine Schuld gewesen, wenn etwas an der Heizanlage passiert. Jetzt ist der Kunde verantwortlich, dass die Arbeiten fristgerecht durchgeführt werden. Die Haftungssituation ist für den Kunden ungünstiger geworden", so Langer.

Das Begleitschreiben zu Feuerstättenbescheid und Überweisungsträger ist für Langer die Krux, die für Unverständnis und Irritation bei den Kunden führt. Ein einheitliches Anschreiben gibt es nicht. Jeder Bezirksschornsteinfeger formuliert es selbst. Da wird gern aus der aktuellen Gesetzgebung zitiert, was die Sache für den Laien aber nicht einfacher macht.

Und auch ein Fachmann wie Lutz Bense gibt gerne zu: "Das ist richtig kompliziert." Er ist gerade dabei, die nächsten Feuerstättenbescheide in die Kuverts zu stecken und fühlt sich wie ein Verwaltungsbeamter: "Das ganze ist ein unheimlicher Verwaltungsaufwand. Ich und meine Kollegen haben einen extra Verwaltungslehrgang absolviert." Die 12,02 Euro machen den Aufwand nicht wett. Auch diese Gebühr ist in dem bundesweiten Gesetz vorgeschrieben. Direkt an den Staat abführen müssen die Schornsteinfeger sie nicht. "Das Geld soll die Kosten decken für Papier, Druckerpatronen, Briefumschläge, Porto", sagt Bense und lacht unfroh. Übrigens ist weder für Bense der Aufwand, noch für den Häuslebesitzer der Feuerstättenbescheid und die Gebühr einmalig. Alle dreieinhalb Jahre wird sie jetzt wieder ins Haus flattern. Denn auch der Zeitrahmen der Feuerstättenschau, die bisher alle fünf Jahre Pflicht war, habe sich mit dem Gesetz geändert, so Bense. Für die Kunden, die sich nach der Lektüre des Feuerstättenbescheids die Haare raufen, hat er Verständnis: "Das Monopol ist gesprengt. Das kommt dabei heraus und ist schlecht für den Kunden."

Weitere Fragen zum Feuerstättenbescheid beantwortet der jeweilige Bezirksschornsteinfeger.

 

Quelle: Oldenburger Volkszeitung

 


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